3. Februar 2026
Starkes und wichtiges Signal für die Gesundheitsversorgung: Zweiter Förderbescheid über 25 Millionen Euro für Neubauprojekt der Ammerland-Klinik
Der Niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat den zweiten Förderbescheid aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm des Landes an die Ammerland-Klinik überreicht. Mit weiteren 25 Millionen Euro wird der Neubau der Klinik unterstützt. Insgesamt fördert das Land Niedersachsen das Zukunftsprojekt damit mit 130 Millionen Euro.
Rund ein Jahr nach dem ersten Förderbescheid übergab Minister Dr. Philippi den aktuellen Bescheid persönlich an Landrätin Karin Harms, den Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik Axel Weber und den Medizinischen Geschäftsführer Dr. Peter Ritter.
Hierbei erklärte er: „Das Bauprojekt hier in Westerstede ist wegweisend. Es entsteht ein modernes Klinikzentrum, das hohe Bedeutung für die Gesundheitsversorgung in der Region haben wird. Ich freue mich sehr, dass ich heute bereits den zweiten Förderbescheid übergeben kann. Die Mittel des Landes sind gut angelegt, weil sie dazu beitragen, die Versorgungsstrukturen in der Region zukunftsfest zu machen.“
Der Fördermittelbescheid sichert die Finanzierung des rund 11.200 Quadratmeter großen Neubaus, mit dem sich das Klinikzentrum Westerstede schrittweise zum modernen Gesundheitsquartier Ammerland entwickeln wird.
„Mit dem zweiten Förderbescheid bekennt sich das Land Niedersachsen erneut klar zur wohnortnahen, leistungsfähigen Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Die Förderung ist ein starkes Zeichen für die Menschen im Ammerland und für alle, die hier medizinische Versorgung leisten. Der Neubau der Ammerland-Klinik ist eine Investition in Qualität, Verlässlichkeit und Zukunftsfähigkeit – und ein gutes Beispiel dafür, wie Land und Landkreis gemeinsam Verantwortung für die Gesundheitsversorgung übernehmen“, unterstreicht Landrätin Karin Harms.
In den kommenden Jahren unterstützt das Land Niedersachsen die Baumaßnahme mit insgesamt 130 Millionen Euro. „Nach den jahrelangen Planungen blicken wir stolz auf die Bauarbeiten, die wie vorgesehen voranschreiten. Noch in diesem Frühjahr soll mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Der Fördermittelbescheid sichert die Finanzierung und gibt uns die notwendige Planungssicherheit“, erklärt Axel Weber, Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik. „Als weiteres wichtiges Zeichen für den Klinikstandort Westerstede werten wir die Erhöhung der Planbetten. In den vergangenen Monaten hat der Niedersächsische Krankenhausplanungsausschuss einer zweimaligen Anhebung von 375 auf nunmehr 404 Planbetten zugestimmt. Mit dieser Entscheidung wird die Rolle der Ammerland-Klinik innerhalb der regionalen Versorgungsstruktur weiter gestärkt. Zugleich würdigt sie die positive Leistungsentwicklung der Klinik sowie das große Engagement der Beschäftigten.“
Investitionsvolumen von 233 Millionen Euro: Bau startet planmäßig
Der Bau startete wie geplant im Sommer 2025. Derzeit laufen umfangreiche Erdarbeiten, im nächsten Schritt folgen die Bohrungen für die Geothermie. Nach einer vierjährigen Bauphase sollen im Jahr 2029 die ersten Patientinnen und Patienten im Neubau behandelt werden. Der Neubau ergänzt die bestehende Klinik und umfasst unter anderem:
- das Notfallzentrum,
- den Zentral-OP mit 13 OP-Sälen,
- die Intensivmedizin,
- die Radiologie und
- einen Hubschrauberlandeplatz.
Die räumliche Bündelung dieser Fachbereiche verkürzt Wege und ermöglicht effizientere Abläufe in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Darüber hinaus entstehen 176 Betten für die Allgemeinpflege, ausschließlich in 1- bis 2-Bettzimmern.
Modernisierung und Umbauten im Bestand
Parallel zum Neubau treibt die Ammerland-Klinik auch Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Bestand konsequent voran, wie Pflegedirektorin und Projektleiterin Neubau Birgit Paesch dem Minister verdeutlichte: „2025 war ein herausforderndes Jahr, das dennoch viele positive Entwicklungen brachte: Wir konnten den Umbau und die Renovierung unserer Kreißsäle abschließen, sodass wir werdende Eltern nun in drei modernen Kreißsälen empfangen können. Ende des Jahres wurde zudem in der Kardiologie ein neues Labor für elektrophysiologische Untersuchungen in Betrieb genommen. Mit der Einführung von ORBIS U Pflege und der tabletgestützten Dokumentation auf allen Stationen haben wir die Digitalisierung weiter vorangetrieben“, so Paesch. „2025 war auch ein Jahr des Wandels: In drei Fachabteilungen wurde ein erfolgreicher Chefarztwechsel vollzogen – als Teil eines vorausschauend gestalteten Generationenwechsels, der in zwei Fällen aus den eigenen Reihen besetzt werden konnte. Zudem haben wir drei Kolleginnen und Kollegen aus den Philippinen eingestellt, die im Dezember ihre berufliche Anerkennung als Pflegefachkraft erfolgreich abgeschlossen haben.“
Mit Inbetriebnahme des Neubaus ab 2029 sollen umfangreiche wichtige Umbauten im jetzigen Bestand erfolgen. Die hierfür erforderlichen Planungen beginnen, sobald die Neubauplanung abgeschlossen ist.