7. August 2026
Grundstein für die Zukunft: Klinikzentrum Westerstede startet in die nächste Bauphase
Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat das Klinikzentrum Westerstede am Freitag, 7. August 2026, einen bedeutenden Meilenstein seines Neubauprojekts erreicht. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und rund 100 geladenen Gästen wurde die Grundsteinlegung als weiterer wichtiger Meilenstein des Zukunftsprojekts „Klinikzentrum Westerstede 2030“ gefeiert.
Wo sich heute noch eine imposante Baugrube erstreckt, wächst ab September Schritt für Schritt das neue Klinikzentrum Westerstede in die Höhe. Mit einer Bruttogrundfläche von rund 11.200 Quadratmetern zählt der Neubau zu den größten Bauprojekten im Landkreis Ammerland. Bis 2030 entsteht hier ein hochmodernes Gesundheitsquartier, das die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig stärken wird. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 233 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert den Neubau mit 130 Millionen Euro.
Niedersächsischer Gesundheitsminister begleitet Grundsteinlegung
Zur feierlichen Grundsteinlegung begrüßten Pflegedirektorin der Ammerland-Klinik und Projektleitung für den Neubau Birgit Paesch, Landrätin Karin Harms und Generalstabsarzt Dr. Jürgen Meyer gemeinsam mit dem Niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi zahlreiche Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft. Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die Grußworte von Birgit Paesch, der Landrätin Karin Harms und dem Niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. Im Anschluss sprach Pastorin Meike von Kajdacsy den Segen für das Neubauprojekt. Der Höhepunkt war die symbolische Grundsteinlegung. Mit dem Versenken einer Zeitkapsel wurde dabei ein besonderer Moment für die Zukunft des Neubauprojekts geschaffen.
„Mit der Grundsteinlegung für dieses neue Krankenhaus setzen wir nicht nur einen Stein in die Erde – wir legen den Grundstein für die Gesundheit, die Sicherheit und die Lebensqualität vieler Menschen im Ammerland.“, so Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Gesundheitsminister. „Dieses Bauprojekt ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir auch in Zukunft auf eine leistungsfähige, moderne und wohnortnahe Gesundheitsversorgung setzen. Das Land Niedersachsen unterstützt diesen Weg mit voller Überzeugung und schafft gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort die Voraussetzungen für eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.“
Der Beginn der Planungen liegt bereits mehrere Jahre zurück: Mit der offiziellen Aufnahme der Masterplanung Bau wurden im Jahr 2019 die Weichen für das Zukunftsprojekt gestellt. Heute – sieben Jahre später – sind die vorbereitenden Maßnahmen nahezu abgeschlossen. In den kommenden Wochen beginnen die Rohbauarbeiten.
Landrätin Karin Harms unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung des Projekts für den Landkreis: „Mit einem Investitionsvolumen von 233 Millionen Euro ist das neue Klinikzentrum das größte Bauprojekt in der Geschichte des Landkreises Ammerland. Seit 75 Jahren tragen wir Verantwortung für unsere Klinik. Mit diesem Neubau bekennen wir uns klar zu einer starken kommunalen Gesundheitsversorgung. Eine leistungsfähige Klinik ist ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und zugleich ein entscheidender Standortfaktor für unseren Landkreis.“
„Heute legen wir nicht nur den Grundstein für ein neues Gebäude, sondern für die Zukunft unseres Klinikzentrums. Moderne Strukturen, innovative Medizintechnik und eine konsequent patientenorientierte Infrastruktur schaffen die Voraussetzungen für eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Gleichzeitig entstehen attraktive und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen, mit denen wir qualifizierte Fachkräfte gewinnen und langfristig an unseren Standort binden können“, ließ Axel Weber, Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik, den Gästen in seinem Grußwort übermitteln.
Bauarbeiten laufen nach Plan
Genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich kamen die Beteiligten erneut auf der Baustelle zusammen, um mit der Grundsteinlegung den nächsten wichtigen Meilenstein des Neubauprojekts zu feiern. Seit dem symbolischen Baustart hat sich auf der ehemaligen Parkplatzfläche vor dem Klinikzentrum viel getan: Die Erdarbeiten befinden sich in den letzten Zügen, während die Bohrungen für die Geothermie bereits erfolgreich abgeschlossen sind. Insgesamt wurden 66 Erdsonden mit einer Tiefe von jeweils 150 Metern eingebracht. Derzeit werden die Leitungen miteinander verbunden, bevor in den kommenden Wochen der Rohbau beginnen kann.
Nach einer vierjährigen Bauphase sollen im Jahr 2030 die ersten Patienten im Neubau behandelt werden. Der Neubau ergänzt die bestehende Klinik und beherbergt künftig unter anderem das Notfallzentrum, den Zentral-OP mit 13 Operationssälen, die Intensivmedizin, die Radiologie sowie einen Hubschrauberlandeplatz. Die räumliche Bündelung genau dieser Fachbereiche ermöglicht verkürzte Wege und fördert dadurch effizientere Arbeitsabläufe in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Darüber hinaus wird es 176 Betten für die Allgemeinpflege geben, die ausschließlich in ansprechenden Ein- und Zweibettzimmern untergebracht sind.
Wünsche in der Zeitkapsel
Nach den Grußworten befüllte das Planungsteam die Zeitkapsel unter anderem mit einer tagesaktuellen Zeitung, Euro-Münzen, Bildern des Baufeldes vor dem Baustart, den Bauplänen, einem historischen Lageplan des Klinikgeländes aus dem Jahr 1987 sowie der Gästeliste der Veranstaltung. Darüber hinaus steuerten beide Kliniken jeweils ein symbolisches Erinnerungsstück bei. „So wichtig moderne Gebäude und innovative Technik auch sind – das Herz unseres Klinikzentrums sind die Menschen. Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag Außergewöhnliches, damit Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden und sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Wir freuen uns darauf, den Neubau gemeinsam mit ihnen mit Leben zu füllen“, sagte Birgit Paesch, Pflegedirektorin der Ammerland-Klinik und Projektleitung für den Neubau. Anschließend wurde die Zeitkapsel unter der Anleitung des Poliers David Vogel im symbolischen Grundstein versenkt.
Mit der geplanten Inbetriebnahme des Neubaus im Jahr 2030 ist das Großprojekt noch nicht abgeschlossen. Nach dem Umzug der Fachbereiche beginnen umfangreiche Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen im bestehenden Klinikgebäude. So entsteht Schritt für Schritt ein modernes Gesundheitsquartier, das die medizinische Versorgung in der Region langfristig stärkt.