Behandlung bei Schweißhänden

Thoraxzentrum

Effektive Behandlungsmethode bei Schweißhänden

Eingriff erfolgt als Schlüsselloch-OP

Die primäre Hyperhidrosis, vor allem der Hände (Hyperhidrosis palmaris > 50% d.F.), ist eine krankhafte Schweißneigung der Hände mit einer Häufigkeit von ca. 2.8% in der Bevölkerung. Auch die Achseln und die Gesichtshaut können betroffen sein. Die Zahl und Struktur der Schweißdrüsen selbst ist dabei normal, jedoch besteht eine pathologische, viel zu hohe Fehlsteuerung des sympathischen Nervensystems.

Therapieprinzip ist eine Durchtrennung der Innervation der sympathischen Ganglien der entsprechenden Schweißdrüsenregion.

Die nachweislich effektivste Behandlung ist die thorakoskopische Grenzstrang-Blockade über zwei 5mm Zugänge. Der Eingriff kann beidseits ambulant, oder mit einer stationären Übernachtung durchgeführt werden. Eine Thoraxdrainage ist nicht notwendig. Der operative Eingriff dauert etwa 15 Minuten pro Seite. Der Primärerfolg und die Patientenzufriedenheit sind mit 85-100 % sehr hoch. Die Rekurenzrate innerhalb eines Jahres beträgt ca. 1-3%. Auch beim primären Morbus Raynaud lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Vor allem die psychische Belastung der Patienten erzeugt einen oft unterschätzten, hohen Leidensdruck. Oft besteht eine erhebliche Beeinträchtigung der normalen Sozialisation, den Aktivitäten des normalen Lebens (Schreiben, Autofahren) und sogar eine Einschränkungen in der Berufswahl.

Hautärzte sollten ihre Patienten frühzeitig beraten. Bei entsprechender Unzufriedenheit unter konservativer Therapie mit Salben, Reizstrom oder Botox-Injektionen, ist die Vorstellung zur operativen Weiterbehandlung in die Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie der Ammerland-Klinik (Dr. med. Carsten Vogel / Hr. Bernd Clausing) jederzeit möglich.