Shunt-Referenzzentrum

Shuntzentrum

Interdisziplinäres Zentrum zur Anlage von Dialyse-Zugänge

 

In Deutschland leben zur Zeit ca. 100.000 Menschen an der Dialyse (weltweit ca. 3.5 Mio.) und brauchen einen entsp. individuellen Dialysezugang. Die Lebensqualität unserer Patienten ist unmittelbar abhängig von der effektiven Dialysebehandlung und einem gut funktionierendem Zugang (Shunt).

Wir stehen vor kommenden Aufgaben. Zunehmende Zahl an Dialysepatienten. Ältere, kränkere Patienten mit ausgereizten Gefäßverhältnissen. Längere, komplexere Dialysekarrieren, komplexere Shuntprobleme, aufwendigere chir. Lösungen. Geringere Ressourcen in der Medizin mit spezialisierten Gefäßeinrichtungen in der Nähe des Patienten.

Unser Shuntzentrum wurde erstmalig in Deutschland als überregionales Shuntzentrum 12/2017 von einem Verbund aller beteiligter dt. Fachgesellschaften (Nephrologie, Gefäßchirurgie, interv. Radiologie, Angiologie etc.) Shunt Zentrum in der Qualitätsstufe eines Referenz-Zentrums zertifiziert und erfüllt damit den Anspruch höchstmöglicher Qualität in Diagnostik, Anlage und operativer/interventioneller Pflege von Dialyseshunts auch in komplexen Situationen.

Zuvor gab es national keine Zertifizierung und Qualitätssicherung in der Anlage und Pflege von Dialysezugängen.

Hauptkooperationspartner ist das Nephrologische Zentrum Ammerland Fr. Tröster, Dr. Müller, Dr. Behrend. Hier werden durschnittlich 1800 Pat. im Jahr betreut. Davon ca. 300 Pat. mit Hämodialyse und einem überdurchschnittlich hohem Anteil an Bauchfelldialysen.

Die schon viele Jahre geforderte Umsetzung einer Qualitätssicherung und Strukturierung in Referenzzentren und regionale shunt-chirurgische Zentren in Deutschland ist ein Meilenstein in der Verbesserung der Behandlung nierenkranker Patienten vor oder unter Dialyse.

Wir sind “die Ersten in Deutschland!“ und darauf sehr stolz.


 

 

 Erstmalig in Deutschland wurde in der Gefäß- und Thorax-chirurgischen Klinik der Ammerland-Klinik zwei Dialysezugänge durch einfache Punktion durch die Haut „ohne Skalpel und Pinzette“ minimal-invasiv angelegt.

Der Eingriff kann in Lokalbetäubung durchgeführt werden. Neben der kosmetisch sehr attraktiven, blutarmen und schonenden Operationstechnik ist vor allem der Gewinn an Shuntstrecke ohne die bekannten Zugangskomplikationen (Stenosen, Narben) in der Ellenbeuge von Vorteil.

Das nord-westdeutsche Shuntzentrum (NWDSZ) in der Ammerland-Klinik nimmt an einer bundesweiten Pilotstudie dieser neuen minimal-invasiven Technik teil. Jeder Patient in der Shuntsprechstunde wird auf die notwendigen Kriterien in einer Ultraschalluntersuchung geprüft.

Unter der Leitung und in Kooperation mit der Gefäßsektion der Bundeswehrklinik wird dann der Eingriff ambulant durch OFA Dr. Ellias und OA Dr. Vogel durchgeführt.