Therapie

Endometriosezentrum

Krankheitsbild Endometriose


Therapie

Die moderne Behandlung der Endometriose stützt sich auf 3 wesentliche Möglichkeiten.

Operative Entfernung der sichtbaren Endometrioseherde, was in der Regel durch Bauchspiegelung mit geeigneten speziellen feinen Instrumenten zum Ausschneiden oder Verkochen der Herde (Koagulation) möglich ist. Selbst große Zysten können per Bauchspiegelung komplett entfernt werden und ein Bauchschnitt ist nur noch selten notwendig.

1. Operative Behandlung

Ziel jeder operativen Behandlung ist die Heilung einer Endometriose durch möglichst vollständige Entfernung des Endometriosegewebes, wobei die gesunden Teile der befallenen Organe möglichst funktionsfähig erhalten werden sollen. Je nach Ausdehnung und Lokalisation der Endometriose erfolgt dieses durch Bauchspiegelung, Bauchschnitt oder durch eine Operation von der Scheide her. Dank der modernen Entwicklung der endoskopischen Chirurgie kann ein Bauchschnitt heute in den meisten Fällen vermieden werden. Neben dem Bauchspiegelinstrument werden spezielle feine Mikroscheren, Biopsiezangen, spezielle Sonden zum Verkochen oder Verschorfen der Endometrioseherde eingesetzt. Da bei der Bauchspiegelung die Möglichkeit besteht, die Organe sich in Vergrößerung anzusehen, können auch kleinste Endometrioseherde, die mit dem bloßen Auge übersehen würden, erkannt und behandelt werden. Mikroskopisch kleine Herde werden aber nicht erkannt und damit auch nicht wegoperiert, so dass in vielen Fällen auch mit modernsten Techniken von erfahrenen Operateuren kleinste Restendometriose zurückbleibt. Dies erklärt, warum in einem Drittel der Fälle 1 - 3 Jahre nach durchgeführter Endometrioseoperation die Erkrankung wieder aufflackern und Beschwerden machen kann.

2. Medikamentöse Behandlungen

Dabei werden entweder Gelbkörperhormone eingesetzt, da sie den Wachstumsreiz der Östrogene bremsen oder aber mit Präparaten die Bildung der Östrogene im Eierstock unterdrückt. Durch die niedrigen Östrogenspiegel im Blut wird der Endometrioseherd sozusagen in einen Hungerzustand versetzt.

3. Kombinationsbehandlung

In einigen Fällen, insbesondere bei Patientinnen mit Endometriose und ungewollter Kinderlosigkeit erweist es sich als notwendig, an die Erstoperation mit Nachweis der Endometriose und Beseitigung der Zysten und größeren Herde eine medikamentöse Therapie durchzuführen. Das Medikament kann dann die mikroskopisch kleinen Endometrioseherde austrocknen oder die operationtechnisch nicht zugänglichen Endometrioseabsiedlungen einschmelzen. Bewährt hat sich hier die sogenannte „Dreiphasentherapie“, d.h. im dritten Schritt des Behandlungskonzeptes werden nach der 6 - 9- monatigen medikamentösen Behandlung die eingeschmolzenen Endometriosereste und die Herde, die auf das Medikament nicht angesprochen haben, durch eine erneute Bauchspiegelung beseitigt. Zur Heilung einer Endometriose steht heute dieses Therapiekonzept „operativ-medikamentösoperativ“ im Vordergrund.