Krankheitsbild Endometriose

Endometriosezentrum

Krankheitsbild Endometriose

Ihre erste Frage lautet sicherlich: was ist eigentlich Endometriose?, zumal es für diese sehr häufige aber gutartige Erkrankung kein deutsches Wort gibt. Die Gebärmutterschleimhaut, die von innen die Gebärmutterhöhle auskleidet, wächst während eines Monatszyklus unter Hormoneinfluß heran, bereitet sich dann für die Eieinnistung vor und wird - sofern es nicht zu einer Schwangerschaft kommt - am Ende des Zyklus als Regelblutung ausgestoßen. Diese Gebärmutterschleimhaut innerhalb der Gebärmutterhöhle nennt man mit dem lateinischen Fachausdruck „Endometrium“. Davon abgeleitet ist das Wort für die Erkrankung: „Endometriose“. Dies bedeutet, dass sich außerhalb der Gebärmutterhöhle Schleimhaut an anderen Stellen der weiblichen Genitalorgane oder des kleinen Beckens oder in seltenen Fällen auch an anderen Stellen im Organismus angesiedelt hat und unter dem Einfluss der Eierstockshormone an diesen falschen Stellen genau das tut, was sie eigentlich in der Gebärmutterhöhle tun sollte: nämlich wachsen, sich hormonell umwandeln und abbluten. Dies führt vor allem um die Menstruationsphase herum zu entsprechenden Beschwerden. Der Körper mit seinem eigenen Abwehrsystem erkennt natürlich diese dort nicht hingehörenden Schleimhautabsiedlungen und versucht, diese zu beseitigen oder abzukapseln. Durch diese entzündungsähnliche Abwehrreaktion können auch zyklusunabhängige Beschwerden auftreten und zunehmend Verwachsungen entstehen. Wenn es dann in diese abgekapselten Herde hineinblutet, können sich zunehmend größere mit altem Blut gefüllte Zysten entwickeln.