Facharztausbildung

Klinik für Urologie und Kinderurologie

Facharztausbildung

Die Facharztausbildung zur Urologin/zum Urologen erfolgt strukturiert und richtet sich nach den Vorgaben der German Society of Residents in Urology (GeSRU) und dem European Board of Urologists (EBU).

Curriculum:

Alle Aspekte der Facharztausbildung werden mit kompletter Weiterbildungsermächtigung abgedeckt. Dabei gibt es klare Tätigkeitsprofile in Abhängigkeit des Weiterbildungsjahres. Diese richten sich nach der modularen Struktur der GeSRU wobei chirurgische Assistenzen, Ultraschall, Röntgen, Zystoskopie, Nephrostomieanlagen und Harnleiterdarstellungen mit Schieneneinlagen sowie Prostatastanzbiopsien und Zystostomien ebenso wie die ESWL Schwerpunkte des 1. Ausbildungsjahres sind. Im 2. Jahr folgen kleine bis mittlere offen operative Eingriffe, transurethrale Resektionen, Ureterorenoskopien und Urodynamik. Mittlere bis große operative Eingriffe wie Prostataadenomenukleationen, offen und laparoskopische Nephrektomien, Nierenteilresektionen, Nierenbeckenplastiken, Lymphadenektomien u.a. werden nachfolgend erlernt. Im letzten Ausbildungsjahr und nach dem Facharzt werden radikale Prostatektomien, Zystektomien, PNL u.a durchgeführt. Es wird darauf geachtet, einzelne Operationsschritte je nach Schwierigkeitsgrad entsprechend einer modularen Struktur bereits frühzeitig durchzuführen (z.B. Lymphadenektomie bei der Prostatektomie oder Trokarplatzierung bei laparoskopischen Eingriffen). Bestimmte Interessen wie Beckenbodenchirurgie und Urogynäkologie, Prothetik, Harnröhrenchirurgie oder Kinderurologie werden individuell unterstützt.

Weiterbildungsgespräche:

Im Rahmen eines strukturierten, halbjährigen Gesprächs mit dem Dienstvorgesetzten erfolgt eine regelmäßige Standortbestimmung aller Mitarbeiter. In Übereinstimmung mit den Zielen des Arbeitgebers werden Ziele des Mitarbeiters vereinbart und der Progreß der Ausbildung dokumentiert. Das Musterlogbuch der ÄK dient als Grundlage der fachlichen Statuserhebung. Neben der Ausbildung werden mögliche fachübergreifende persönliche Ziele wie Promotion, Masterstudiengang, Erlernung bestimmter operativer Techniken o.a. besprochen. Möglichkeiten der allgemeinen, fachlichen und beruflichen Qualifizierung sowie Aufstiegs- und Karrierechancen sollen erörtert werden. Im Rahmen der Gespräche wird das Erreichen des Ausbildungsziels und definierter weiterer Ziele beurteilt.

Zusatzqualifikationen und Zusatzbezeichnungen:

Es besteht eine komplette Weiterbildunggenehmigung. Die volle Weiterbildung besteht prinzipiell auch für die Medikamentöse Tumortherapie und Andrologie. Durch eine enge Koperation mit niedergelassenen Urologen mit regelmäßiger Möglichkeit von Praxisvertretungen kann eine gezielte Vorbereitung auf eine eventuelle Niederlassung erfolgen. Promotionen sowie Fort- und Weiterbildung werden deutlich unterstützt.