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Auch Kinder werden krank. Manchmal kommen sie auch mit angeborenen Fehlbildungen zur Welt, die man korrigieren muß, um ihnen ein sorgenfreies Heranwachsen und ein gesundes Leben als Erwachsene zu ermöglichen.

Kinder können den Zusammenhang zwischen "krank sein", "operiert werden müssen" und "gesund werden" oft noch nicht verstehen. Um sie im Krankenhaus nicht zu traumatisieren, müssen wir mit Kindern so ruhig und liebevoll als irgend möglich umgehen. Gerade bei längeren Aufenthalten ist es sinnvoll, wenn ein Elternteil mit dem Kind im Krankenhaus bleibt. Die Krankenkassen unterstützen dieses Vorgehen, das im Krankenhausjargon als "Mutter-Kind-Einheit" bezeichnet wird.

Unbeachtet dessen ist man bemüht, soviele Eingriffe als möglich im Rahmen eines nur eintägigen Aufenthaltes durchzuführen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die häufigsten kinderurologischen Krankheitsbilder, ihre übliche Therapie und die Dauer des Aufenthaltes:

Bezeichnung Therapie der Wahl Dauer des Aufenthaltes
 
Phimose
d.h. Verengung der Vorhaut
Beschneidung, d.h. Entfernen der Vorhaut

 
1 x ambulant zur Vorbereitung, am OP-Tag ca. 4 Stunden ambulant
 
Hodenhochstand Hormontherapie, falls erfolglos Operation. Wichtig: beide Hoden müssen zum Ende des 18. Lebensmonats im Hodensack sein!

 

1 x ambulant zur Vorbereitung, am OP-Tag  ca. 6 Stunden ambulant
Enuresis
d.h. ungewolltes Einnässen
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Abklärung notwendig um eine mögliche Fehlbildung auszuschliessen 1 x ambulant zur Vorbereitung, am OP-Tag  ca. 4 Stunden ambulant
 
Hypospadie
d.h. Fehlmündung der Harnröhre
mehr Infos...
 
Operative Korrektur 1 x ambulant zur Vorbereitung ca. 10 Tage stationär
Reflux
d.h. Rückfluß von Harn aus der Blase in Harnleiter oder Niere
 
Operative Korrektur 1 x ambulant zur Vorbereitung ca. 10 Tage stationär
Subpelvine Stenose
d.h. Engstelle am Übertritt des Nierenbeckens in den Harnleiter
Operative Korrektur, jedoch nur wenn die Engstelle auch funktionell wirksam ist und Beschwerden oder Infekte verursacht.
 
1 x ambulant zur Vorbereitung ca. 10 Tage stationär
Hydrozele
d.h. Flüssigkeitsan-sammlung im Hodensack
Operative Korrektur 1 x ambulant zur Vorbereitung, am OP-Tag  ca. 6 Stunden ambulant

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie uns gerne unter
Tel. 04488 50 - 2570 anrufen.

  Weitere Info  
   

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Nächtliches Einnässen (Enuresis)

Nächtliches Einnässen (Enuresis) ist in unserer Gesellschaft - wie jede andere Form der Inkontinenz auch - ein tabuisiertes Thema. Falsche Scham und Unwissenheit führen zu diskriminierenden Vorurteilen, die dem betroffenen Kind viel Leid zufügen können.

Darum sollten folgende Punkte klargestellt werden:

1. Enuresis kann in jeder Familie vorkommen
2. Enuresis hat nichts mit falscher Erziehung oder gar psychischer Abnormalität zu tun.
3. Verhaltensstörungen sind nicht die Ursache einer Enuresis, können aber eine mögliche Folge sein.

Definition:

Enuresis nocturna ist der medizinische Fachbegriff für das ungewollte nächtliche Einnässen. Man spricht von Enuresis, wenn ein Kind nach seinem 5. Lebensjahr an mindestens zwei Nächten im Monat einnäßt. Tagsüber verspüren die Kinder einen normalen Harndrang.

Die typische Enuresis nocturna beschreibt nur das nächtliche Symptom des Einnässens ohne eine Tagessymptomatik oder Harnwegsinfekte.

Hat ein Kind auch tagsüber Beschwerden mit dem Wasserlassen, liegt möglicherweise eine kindliche Harninkontinenz vor, die unbedingt von einem Kinderurologen abgeklärt werden sollte.

Das nächtliche Einnässen kann auch nach einem längeren trockenen Zeitraum wieder auftreten. Ursache dafür können gravierende Veränderungen im Leben des Kindes sein, wie z.B. die Trennung der Eltern, die Geburt eines Geschwisters oder ein Wohnungswechsel. Man spricht dann von einer sekundären Enuresis.

Häufigkeit:

Enuresis ist eine recht häufige Erscheinung bei Kindern und Jugendlichen. Mit 5 Jahren sind etwa 15% aller Kinder betroffen. Diese Quote sinkt auf 5% mit 8 Jahren und 2% mit 10 Jahren. Bei 1% aller Menschen besteht die Enuresis bis ins Erwachsenenalter fort.

Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen.

Ursachen:

Im Neugeborenen und Kleinkindesalter bis zum 2. Lebensjahr arbeitet die Blase des Menschen automatisch. Sie entleert sich (genau wie der Darm) bei einem gewissen Füllungszustand, ohne daß dies kontrolliert werden kann.

Im Alter von zwei Jahren beginnt ein Entwicklungsprozess, bei dem Kinder lernen, die Kontrolle über die Blase zu erhalten und dann zur Toilette zu gehen, wenn sie Harndrang verspüren. Ein körpereigenes Hormon (ADH, antidiuretisches Hormon) sorgt dafür, daß Nachts weniger Urin als Tags produziert wird, so daß die Nachtruhe ungestört bleibt.

Eine der häufigsten Ursachen für anhaltendes nächtliches Einnässen nach dem 5. Lebensjahr ist eine zu geringe Produktion dieses Hormones.

Abklärung:

In der Abklärung einer Enuresis führt der Urologe mit den ratsuchenden Eltern zunächst ein ausführliches Gespräch und untersucht das Kind. Danach wird meist das Führen eines Miktionstagebuches empfohlen, in dem die Zeiten des Toilettenganges und des Einnässens ebenso vermerkt werden wie die Trinkmenge nebst der Uhrzeit. Ein minutiös geführtes Protokoll dieser Art gibt oft wertvolle Hinweise auf die Ursache der Enuresis.

Eine Fehlbildung im Bereich der Nieren und der Harnwege sollte stets ausgeschlossen werden. Dazu sind einige Untersuchungen notwendig, die alle ambulant durchgeführt werden können. Im Einzelnen sind dies:

- Uroflowmetrie und Beckenboden-EMG
- Ultraschall
- Urinanalyse
- Zystoskopie
- Refluxzystogramm
- ggf. Ausscheidungsurogramm
- ggf. Video-Urodynamik

Welche der Untersuchungen im Einzelfall zur Anwendung kommen, welche Aussagekraft sie haben und welche Risiken sie bergen, wird mit Kindern und Eltern genau besprochen.

Erst im Anschluß an diese Untersuchungen kann der Urologe dann eine Therapieempfehlung geben. Wird dabei eine organische Fehlanlage nachgewiesen, so muss sie möglicherweise operativ korrigiert werden. Ist dies nicht der Fall, so wird die Enuresis symptomatisch therapiert.

Hormonhaltige Nasensprays kommen dabei ebenso zum Einsatz wie spezielle elektronische Signalgeber (fälschlich immer noch als "Klingelmatratzen" bezeichnet), die den Kindern beim Einnässen ein akustisches Signal geben. In vielen Fällen ist auch die sogenannte Biofeedbacktherapie erfolgversprechend, bei der das Kind die Kontrolle über seinen Schließmuskel zu verbessern lernt.

Wenn Sie Fragen zum Thema "Enuresis" haben, können Sie uns jederzeit gerne unter Telefon 04488 50 - 2570 anrufen.


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Hypospadie

Anstatt der Harnröhrenmündung befindet sich an der Penisspitze nur ein Grübchen, die tatsächliche Harnröhrenmündung liegt etwa an der Mitte des Penisschaftes. Die Vorhaut bildet typischerweise eine "Schürze". Es gibt verschiedene operative Korrekturverfahren für die Hypospadie. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach der Ausprägung der Hypospadie


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