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Die Ammerland-Klinik nutzt das Projektmanagement um Verbesserungs- und Optimierungsmaßnahmen in der Klinik zu planen, durchzuführen und umzusetzen. Nach einem festgelegten Ablauf (vorgegeben im Formular „Rahmenbedingungen und Vereinbarungen im Projektmanagement“) werden nach Problemdarstellung und Analyse die zu erreichenden Ziele festgelegt. Alle betroffenen Bereiche werden in die Projektumsetzung integriert. Um eine effiziente Projektdurchführung zu gewährleisten werden Meilensteine erhoben, die als Indikatoren für die Zielerreichung dienen. Eine Überprüfung der Projekte erfolgt durch die Geschäftsführung (Auftraggeber). Folgende Projekte wurden durchgeführt: 1.) Optimierung der Arztbriefschreibung in der Inneren Klinik Um die Erstellung der Arztbriefschreibung zu optimieren, wurde innerhalb eines Projektes der Ablauf und das Procedere in der Klinik für Innere Medizin analysiert und neu strukturiert. Ziel war es, den Umfang des Arztbriefes zu „verschlanken“ und eine Erstellung des endgültigen Arztbriefes am Entlassungstag (spätestens am 3 Tag danach) zu gewährleisten. Die Möglichkeiten unseres Krankenhaus-lnformationssystems sollten dabei genutzt werden. Verantwortlich war eine berufsgruppenübergreifende Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Klinikdirektor, einem 0berarzt, einer Assistenzärztin, zwei Mitarbeitern der EDV und dem Qualitätsmanagementbeauftragten. 2.) Einführung neuer Mitarbeiter anhand eines Einarbeitungskonzeptes Um eine strukturierte und umfassende Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu gewährleisten, wurde ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Das Konzept besteht aus folgenden Bausteinen: a.) Einführungstag b.) Bezugspersonensystem c.) Reflektionsgespräche während der Probezeit d.) Probezeitbeurteilung e.) Einarbeitungschecklisten 3.) Kooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn Zwischen der Ammerland-Klinik GmbH und dem Bundeswehrkrankenhaus Rostrup / Bad-Zwischenahn besteht die erste Kooperation eines zivilen Krankenhauses mit einem Bundeswehrkrankenhaus. Ziel ist es, Synergieeffekte beider Einrichtungen zu nutzen. 4.) Neubau (3. Bauabschnitt) Ein neues Bettenhaus wird bis September 2005 errichtet. Nach Fertigstellung werden eine zentrale Patientenaufnahme-einheit, drei Stationen sowie die entsprechenden Fachambulanzen zu einer optimaleren Versorgung unserer Patienten beitragen. 5.) Zertifizierung nach KTQ [Kooperation für Transparenz und Qualität] Nach Entscheidung der Krankenhausleitung für das KTQ-Modell erfolgten Analysen und Auswertungen hinsichtlich der geforderten Kriterien. Nach Durchführung eines KTQ-Kurzchecks wurden Verbesserungspotenziale erarbeitet und entsprechende Maßnahmen bzw. Projekte eingeleitet. Die Zertifizierung wurde im Dezember 2004 durchgeführt. Die Klinik erhielt das Zertifikat im März 2004. 6.) Einrichtung einer Zentralen Patientenaufnahmeeinheit Die Zentrale Patientenaufnahmeeinheit ist als Erstkontaktstelle für unsere Patienten gedacht. In diesem Bereich werden die stationären und ambulanten Patienten sowie alle Notfälle administriert und es findet eine Erstversorgung statt. Im Weiteren erfolgt hier die Planung und Steuerung des weiteren Behandlungsverlaufes. 7.) Personalentwicklung und Zielvereinbarung Ziel des Projektes war die Förderung und Qualifizierung von Mitarbeitern. Auf Grundlage einer Mitarbeiterbeurleilung werden in einem persönlichen Vier-Augen- Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter Ziele und Maßnahmen für das kommende Jahr festgehalten. Diese Gespräche finden jährlich statt. 8.) Erstellung eines Leitbildes (Selbstverständnis der Ammerland-Klinik) In einer berufsgruppen-, abteilungs- und hierarchieübergreifenden Projektgruppe wurde in 2004 das Selbstverständnis der Ammerland-Klinik GmbH formuliert. Zentrale Aussagen über grundlegende Werte, Leistungen und Angebote der Klinik wurden formuliert. 9.) Entwicklung von Führungsgrundsätzen Aus dem Selbstverständnis der Klinik wurden Führungsgrundsätze abgeleitet. In diesen Führungsgrundsätzen werden Rahmenbedingungen und Werte sowie der Führungsstil unserer Klinik beschrieben. Die Führungsgrundsätze geben Leitungskräften und Mitarbeitern Unterstützung im „Führen“ und „geführt werden“. 10.) Durchführung der Patienten- und Mitarbeiterbefragung sowie Selbstbewertung Siehe Qualitätsbewertung Punkt 1 und Punkt 6 11.) Optimierung und Erweiterung des Angebotes in der Geburtshilfe Zur Steigerung der Attraktivität unserer Geburtshilflichen Abteilung wurde eine Broschüre mit umfassenden Zusatz- und Sonderleistungen erstellt. Das Jahresprogramm enthält neben Informationen rund um die Geburt ein weites Spektrum an Kursen und Informationsveranstaltungen rund um Geburt, Entbindung und die Zeit danach. 12.) Aufbau eines Intranets Um eine strukturierte, umfassende und schnelle Weitergabe von Informationen zu gewährleisten, wurde seitens der EDV und des Qualitätsmanagement ein Intranet als Informations- und Kommunikationsplattform eingerichtet. Die Inhalte sind auf allen 400 vernetzten PC‘s einzusehen. 13.) Zertifizierung des Brustzentrums Mit Unterstützung der Firma „iq-network“ wurde in 2004 und 2005 das Brustzentrum der Ammerland-Klinik neu strukturiert und weiter ausgebaut. Ziel war der Aufbau eines umfassenden Netzwerkes zur Optimierung und Verknüpfung der medizinischen, pflegerischen, sozialen und sonstigen Leistungen. Parallel wurden Vorbereitungen zur Zertifizierung des Brustzentrums nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft sowie der Gesellschaft für Senologie getroffen. 14.) PACS Zur Optimierung der Verfügbarkeit von Bildern der Radiologischen Abteilung wurde das Projekt PACS (Digitales Archiv für medizinische Bilder) initiiert. In Zusammenarbeit mit einer externen Beratung wurde ein optimales System ausgewählt und in das Krankenhausinformationssystem integriert. In der Klinik erstellte Röntgenbilder sind nun an jedem Arbeitsplatz aufrufbar. Neben einer Zeitersparnis (keine Suchtätigkeit) und einer Optimierung der Abläufe konnten Kosten und die Belastung der Umwelt z.B. mit Chemikalien reduziert werden. Das System wird zur Zeit auf alle medizinisch-relevanten Bilder erweitert (Sonographie, Endoskopie etc.).