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- „das offene Bein“ (Ulcus cruris) - „Wunden bei Durchblutungsstörungen“ (pAVK) - „das Druckgeschwür“ (Dekubitus) - „der diabetische Fuß“ - „postoperative, nicht heilende Problemwunden“ „Das offene Bein“ (Ulcus cruris) Die Behandlung des Ulcus cruris stellt weiter eine große interdisziplinäre Herausforderung dar. Es liegt im Wesen der Problemwunden begründet, dass es keine „Einheitstherapie“ geben kann. Am Anfang jeder Therapie sollte jedoch eine umfassende Diagnostik mit anschließender Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung erfolgen. Die chirurgische Therapie des Ulcus cruris venosum beinhaltet zahlreiche Ansätze, die in einem individuellen Behandlungskonzept berücksichtigt werden. Die Entstehung eines Ulcus cruris kann vielfältige Ursachen habe. Häufig liegen ein Venenleiden, eine Durchblutungsstörung oder ein Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) vor. Nach Auftreten von zunächst kleinen Hautläsionen kann es über großflächige oftmals übelriechende, infizierte Hautdefekte zu Amputationen kommen. Ein frühzeitiges Erkennen der Ursachen und ein optimal an die Situation angepasster Behandlungsplan können dabei schwere Verläufe vermeiden und die Lebensqualität der betroffenen Patienten deutlich verbessern. „Wunden bei Durchblutungsstörungen“ (pAVK) Viele Patienten leiden mit zunehmendem Alter an Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“). Häufig zeigt sich eine familiäre Belastung (Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gefäßkrankheiten etc.) oder es liegen Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie, Bluthochdruck vor. Ein zunehmendes Problem sind Lebensgewohnheiten, die eine Arteriosklerose begünstigen (Nikotinkonsum, wenig Sport, wenig körperliche Betätigung, Beruf). Erste Beschwerden sind meist Schmerzen in den Beinen, Gefühlsstörungen an den Füßen. Die Gehstrecke ist vermindert und es finden sich Störungen an Nägel, Haut und Haaren. Kleinere Verletzungen zeigen schlechte Heilungstendenzen und entwickeln sich zu größeren Wunden. Teilweise kommt es gar zu einer Mumifizierung und zu einem Absterben von Zehen. Durch eine frühzeitige Diagnostik und eine moderne Wundtherapie kann häufig eine verbesserte Durchblutung und damit ein Abheilen der Wunden erreicht werden. Oberstes Ziel ist die Vermeidung von Amputationen durch zielgerichtetes sparsames chirurgisches Vorgehen. Ergänzende Maßnahmen und Nachbehandlung sind dabei die Patientenschulung (Druckstellen vermeiden, spezielle Fußpflege, Schuhversorgung, Verbandschuh etc.), Krankengymnastik, Sport und die optimale Wundversorgung unter Einbeziehung ambulanter Pflegedienste und des Hausarztes. „Das Druckgeschwür“ (Dekubitus) Ein Dekubitus (Druckgeschwür) ist die Folge einer Minderdurchblutung der Haut und der darunter liegenden Gewebe aufgrund anhaltender Druckbelastung. Eine gefährliche Druckeinwirkung ist dann gegeben, wenn kleine Gefäße (Arteriolen und Venolen) während mehr als zwei Stunden an der gleichen Stelle mit einem Druck komprimiert werden. Betroffen sind überwiegend ältere Patienten mit schweren Grundkrankheiten und Risikofaktoren. Zunächst zeigt sich an den betroffenen Stellen eine Weichteilschwellung (Ödem), anschließend eine nicht wegdrückbare Rötung bis es schließlich zu einem manifesten Ulcus kommt. Zahlreiche Risikofaktoren (Immobilität, Demenz, Inkontinenz, Unterernährung, etc.) bedingen häufig eine Verschlechterung der Situation. In der Therapie des Druckgeschwüres hat die regelmäßige Druckentlastung gefährdeter Hautstellen von allen Maßnahmen den höchsten Stellenwert. Die Behandlung der Grundkrankheit bzw. der zugrunde liegenden Störung ist ebenso wichtig wie eine Mobilisierung des Patienten, so weit bei der Grunderkrankung möglich. Eine stadiengerechte Wundversorgung schließt sich gleichzeitig an, ggf. wird eine chirurgische Wundreinigung oder plastisch - chirurgische Versorgung notwendig. Zum Einsatz kommen auch druckentlastende Matratzen, v.a. wenn Umlagern nicht möglich ist. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit von Angehörigen, Pflegedienst und Hausarzt unbedingt notwendig. „Der diabetische Fuß“ In der Diabetologie tritt die chronische Wunde überwiegend an der unteren Extremität im Rahmen des diabetischen Fußsyndroms auf. Als Ursache werden neurologische, vasculäre („durch Gefäße bedingt“) und Mischfaktoren im Rahmen der Grundkrankheit angenommen. Der Auslöser ist komplex. Es finden sich aber fast immer druckbedingte Läsionen an den entsprechenden Stellen. Diabetische Läsionen sind bei frühzeitiger Behandlung und guter Therapie sehr gut zu behandeln, so dass viele Amputationen bei Diabetikern zu vermeiden wären. Vorraussetzung ist eine Koordination und Zusammenarbeit der behandelnden Therapeuten, um eine optimale Betreuung des Patienten zu erreichen. „Postoperative, nicht heilende Problemwunden“ Bei jeder Operation kann es als Komplikation zu einer Wundheilungsstörung kommen. Viele Eingriffe, wie z.B. die Entfernung von Eiterherden (Abszessen), erfordern primär eine sogenannte offene Wundheilung, d.h. die Wunde wird nach dem operativen Eingriff nicht zugenäht sondern verbleibt offen. Meist wird in solchen Fällen eine Tamponade eingebracht, die häufig und unter Schmerzen gewechselt werden muss. Die moderne Wundversorgung bietet den Patienten schmerzfreie Verbandswechsel und eine deutlich schnellere Abheilung unter Verbesserung der Lebensqualität.