contact  Download  Klinikfilm  Schriftgrösse  Druck  Suche  Kontakt/Anfahrt  Impressum

 
  Home Medizinischer Bereich Pflegebereich Funktionen Kaufmännischer Bereich Ammerland-Klinik  
 
Medizinischer Bereich Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie
  Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie  
   
Allgemeine Informationen

Einleitung
Kontakte
Gebäudeplan
Team
Veranstaltungen
Studenteninformationen

Patienteninformationen

Gefäßzentrum
Gefäßchirurgie
  Untersuchung
Therapiemöglichkeiten
Bauchschlagader
Durchblutungsstörung
Halsschlagader
Krampfadererkrankung
Venenentzündung
Venenthrombose

Thoraxchirurgie
Entlassungstag
Gefäßtraining
Erklärung Fachbegriffe
Leistungszahlen
Nützliche Links

Informationen für Ärzte und medizin. Personal

Gefäßchirurgie
Thoraxchirurgie
 

 
  Gefäßchirurgie - Krampfadererkrankung (Varikosis)
 

Definition

Venen sind die Blutgefässe im Körper, die das verbrauchte, also sauerstoffarme Blut zurück zum Herz befördern.

Krampfadererkrankung

Varizen sind krankhaft erweiterte Venen unter der Haut infolge von Störungen der Venenklappen, die nicht mehr richtig schließen. Dabei fließt das Blut wieder zurück, es staut sich in den Beinen und die Venen weiten sich aufgrund des zunehmenden Druckes. So entstehen die sichtbaren Krampfadern.

Ursachen

- familiäre Belastung (also vererbt), ca. 75% aller Venenerkrankungen
- zunehmendes Alter
- Venenwandschwäche durch mechanische oder hormonelle Einflüsse (z.B.
  Schwangerschaft oder Stillzeit)
- fehlende oder funktionsuntüchtige Venenklappen
- hohes Körpergewicht
- Schwangerschaft
- chronische Verstopfung

Präoperativ angezeichnete Krampfadern zur Planung der Operation

Symptome

Krampfadern verursachen zunächst über viele Jahre keine nennenswerten Beschwerden. Auch Schwellungen treten erst in einem späteren Stadium auf. Zunehmend klagen dann die Patienten über ein Schweregefühl, verbunden mit „müden“ Beinen vor allem nach längeren Stehen oder Sitzen. Ab und zu können nächtliche Wadenkrämpfe auftreten. In späteren Stadien kommt es zu deutlichen Hautveränderungen vor allem am Unterschenkel mit Verfärbungen, die Haut wird teilweise „dünner“, es entstehen aber auch Verhärtungen, die Durchblutung der Haut in diesem Bereich nimmt ab aufgrund des chronischen Drucks durch die Krampfadern. Im Endstadium entstehen „offene Beine“ mit schlecht oder gar nicht heilenden Geschwüren.

Perforansvenen nennt man die Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Beinvenensystem. Auch diese können insuffizient werden und sind ebenfalls häufig verantwortlich für die Entstehung eines offenen Beines (Ulcus cruris).

Weiterhin gibt es die Seitenastvarikosis und die Besenreiservarizen.

Diagnostik

Heutzutage kann vor allem die Ultraschalluntersuchung (Duplexsonographie) eine ausgezeichnete Darstellung der Venenverhältnisse mit genauer Lokalisation der Insuffizienzpunkte erreichen.

Die früher fast immer durchgeführte Phlebographie (Röntgenkontrastmittel -untersuchung der Venen) ist allerdings weiterhin bei besonderen Fragestellungen erforderlich.

Therapie

Eine Varikosis, die Beschwerden macht, ist auch behandlungsbedürftig !

Das reicht zunächst vom konservativen Behandlungsversuch wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen bis zur Operation.

Eine Heilung ist durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen nicht möglich, man kann aber mit einer guten Kompressionsbehandlung die Symptome erheblich reduzieren und damit auch die Folgen also z. B. das Entstehen von offenen Beinen vermeiden.

Will man die Funktionsstörung ursächlich behandeln, müssen die Venenanteile mit einer mangelhaften Klappenfunktion operativ angegangen und beseitigt werden.

Dieses geschieht bei der erkrankten äußeren Vene an der Innenseite des Beines in der Leiste durch eine sogenannte „Crossektomie“, d.h. der erkrankte Venenabschnitt mitsamt seinen Seitenästen wird unterbunden bzw. entfernt und gestrippt. ( d.h. herausgezogen)

Crossektomie in der Leiste und Strippen der äußeren Vene (Vena saphena magna)
Sonde, mit der die Vene gestrippt wird

Bei offenen Beinen wird zur Schonung der Haut und unter kosmetischen Aspekten z.T. die Schlüssellochmethode (endoskopische Perforatorenligatur ESPD) durchgeführt: Dabei werden mit Hilfe einer Kamera über kleine Hautschnitte unter der Haut die insuffizienten Venenabschnitte aufgesucht und entfernt oder unterbunden.

Aber trotz einer Varizenchirurgie nach allen Regeln der Kunst ist es nicht ausgeschlossen, dass aufgrund der Venenschwäche erneute Krampfadern entstehen.

Nachdem die Varizenbehandlung ohne Zweifel auch eine wichtige kosmetische Komponente beinhaltet, gibt es eine Vielfalt von Methoden auf dem Markt, die eine Varizentherapie mit den besten kosmetischen Ergebnissen versprechen. („Laserbehandlung“, „CHIVA“, „Closure“ etc. )

Wir favorisieren die Verödung der insuffizienten Venenabschnitte mittels der Lasertechnik, bei der eine Lasersonde durch die Vene bis in die Leiste vorgeschoben wird und dann durch eine Erhitzung zur Zerstörung der kranken Vene führt. Diese Operationsmethode wird von unserer Klinik seit 2005 angeboten. Vorteile sind das geringe Operationstrauma und die überzeugenden kosmetischen Ergebnisse. Zur Zeit wird allerdings noch nicht von allen Krankenkassen diese Art der Behandlung übernommen.

Alle diese alternativen Methoden müssen sich allerdings an den Ergebnissen der bisherigen lang erprobten und bewährten Behandlungsprinzipien messen lassen.

Die Kunst ist es seriöse Varizenchirurgie mit dem bestmöglichen kosmetischen Ergebnis zu verbinden.

Jährlich werden an unserer Klinik zwischen 600 und 900 meist ambulante Varizenoperationen durchgeführt.

 

 

 

 

nach oben