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   Fachinformationen für Ärzte und medizinisches Personal
 
  Gefäßchirurgie
 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

Bei unserem gemeinsamen Patienten wurde ein Venenbypass zur Verbesserung der peripheren Durchblutung angelegt. Metaanalysen haben gezeigt, dass die Offenheitsrate von Venenbypässen signifikant besser ist bei der postoperativen Antikoagulation mit Marcumar als mit Thrombocytenaggregationshemmern (ASS, Iscover) (Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gefässchirurgie 2005) Dabei ist entscheidend die relativ scharfe Einstellung mit einem Quick zwischen 15 und
25 % (INR 3,0 – 4,0) .
Die Gefahr einer Blutung ist dabei (natürlich bei der Beachtung der bekannten Kontraindikationen) vernachlässigbar, da statistisch gesehen der Patient mehr von einem möglichst langen Funktionieren eines Bypasses und damit Erhalt der unteren Extremität profitiert als von der Vermeidung einer möglichen durch Marcumar verursachten Blutung. Bei Kunststoffbypässen wiederum wird die Gabe von Thrombocytenaggregationshemmern (ASS, Iscover, Plavix) empfohlen.
Sollten also bei den Patienten kleinere oder auch ausgedehntere operative Eingriffe geplant werden, ist es dringend erforderlich bei Absetzen der Antikoagulation eine überlappende Behandlung mit niedermolekularen Heparinen (Clexane, Innohep, Mono Embolex etc.) durchzuführen, um das Risiko eines Bypassverschlusses möglichst gering zu halten.

Vielen Dank für Ihre Kooperation

Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie der Ammerland-Klinik Westerstede

 

 

 

 

 

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