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  Gynäkologische Onkologie
 

Leistungsspektrum

Ein weiterer Schwerpunkt ist die operative und medikamentöse Behandlung von Krebsleiden. Dabei spielt der Brustkrebs einschließlich der brusterhaltenden Operationsverfahren eine besondere Rolle. Die notwendigen zusätzlichen hormonellen und medikamentösen Behandlungen sowie die Tumornachsorge und ambulante Behandlungen sehen wir als zentrale Aufgabe der ärztlichen Betreuung an. Das bedeutet für uns, jede Patientin zu akzeptieren und ernst zu nehmen, auf ihre Wünsche und Ängste einzugehen und alles zu tun, um ihre Gesundheit wieder herzustellen. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologische Diagnostik und dem onkologischen Bereich der Medizinischen Klinik unseres Hauses, sowie mittels elektronischer Daten- und Bildübertragung (Telemedizin) mit dem Institut für Pathologie in Aurich und der Strahlentherapie des Pius - Hospitals in Oldenburg wird eine nach modernen Standards ausgerichtete individuelle Diagnostik und Behandlung bösartiger Erkrankungen durchgeführt. Ergänzt wird die Betreuung der Patientinnen durch Sozialdienst und psychoonkologische Beratung.

Chemotherapie

Wurde nach umfangreicher Diagnostik eine bösartige Geschwulsterkrankung festgestellt und operativ behandelt, wird Rahmen weiterer Untersuchungen der Ausbreitungsgrad des Krebses untersucht (sog. Staging).

In manchen Fällen ist die Durchführung einer Chemotherapie notwendig, um den weiteren Verlauf dieser Erkrankung positiv zu beeinflussen. Bei der Chemotherapie handelt es sich um eine Behandlung, bei der dem Körper zellwachstumshemmende Medikamente über dem Blutweg zugeführt werden. So können sich schnell teilende Zellen, wie die Krebszellen, im gesamten Körper behandelt werden. Diese Medikamente können entweder oral, d.h. als Tabletten oder als Infusion über die Vene verabreicht werden. Die Dauer der Behandlung kann sich über einen Zeitraum von 3 Monaten bis zu 2 Jahren je nach Erkrankung und Therapienotwendigkeit erstrecken. Die Wirkung der Chemotherapie erklärt sich daraus, dass die Medikamente in die schnelle Zellteilung der Krebszellen eingreifen, diese blockieren und so diese Zellen abtöten. Da im Körper aber Gewebezellen vorhanden sind, die sich von Natur aus schnell teilen, werden auch sie durch die Medikamente angegriffen. Daraus erklären sich die Nebenwirkungen der Behandlung. Betroffene Zellen sind vor allem im Magen-Darm-Trakt, im blutbildenden Gewebe und in den Haarwurzeln zu finden. Es kann deshalb im Rahmen der Chemotherapie zu Übelkeit und Erbrechen kommen, das Haar kann je nach Art der Therapie schütter werden oder ganz ausfallen und es kommt zur Erniedrigung der Zahl der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen.

Zur Behandlung der Übelkeit stehen heute sehr wirksame Medikamente zur Verfügung, die gleichzeitig mit der Gabe der Chemotherapie verabreicht werden, um eine Übelkeit erst gar nicht aufkommen zu lassen. Der Haarausfall ist nach Beendigung der Therapie rückläufig, d.h. nach Ende der Chemotherapie wächst das Haar wieder nach. Ebenso sind die Blutbildveränderungen rückläufig. Sollte es während der Behandlung zu massiven Veränderungen der weißen Blutkörperchen kommen, so stehen auch hier moderne Medikamente zur Verfügung, um diese Veränderungen positiv zu beeinflussen. Selten kann es zu Veränderungen im Bereich der Gefühlsempfindungen in den Händen und Füßen , Entzündungen der Blase sowie der Mundschleimhaut oder leichten Hörstörungen wie Ohrensausen kommen.

Ihre behandelnden Ärzte werden mit Ihnen besprechen, ob die geplante Therapie während eines kurzen stationären Aufenthaltes oder ambulant durchgeführt wird und stehen Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung

 

 
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