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Die Klinik / Unser Beitrag Seit ca. 5 Jahren ist Herr Dr. Probst, Direktor der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, in einem medizinischen Hilfsprojekt in Kambodscha engagiert. Iniziiert wurde dieses Hilfsprojekt durch den ehemaligen Pathologen der Ammerland-Klinik, Dr. Gerhard Stauch, welcher auch den Spendenverein „Freundeskreis für Kambodscha“ gründete. Kambodscha zählt mit zu den ärmsten Ländern der Welt und ist durch jahrzehntelange Kriege tief erschüttert. Jedem sind die entsetzlichen Gräueltaten des Khmer-Rouge-Regiems erinnerlich. Aber erst in den letzten Jahren wird das volle Ausmaß dieser menschenverachtenden Taten sichtbar. Durch die fast vollständige, ideologisch motivierte Vernichtung der intelligenten Führungsschicht wurden bis auf wenige Ausnahmen alle Ärzte getötet. Dadurch ist die Gesundheitsversorgung der notleidenden Bevölkerung nur rudimentär gewährleistet. Seit Jahren bemühen sich internationale Hilfsorganisationen eine Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufzubauen. Gleichzeitig versuchen diese Organisationen jungen kambodschanischen Ärzten eine höherwertige medizinische Ausbildung zu gewähren. Herr Dr. Probst hat bisher, zumeist im November das Sihanouk Hospital in Phnom Penh besucht und dort operiert. Großen Wert legt er dabei auf die Ausbildung der dort tätigen kambodschanischen Chirurgen. Diese Ausbildung erfolgt sowohl direkt im Operationssaal, als auch über Vorlesungen und Demonstrationen. Des Weiteren versucht der „Freundeskreis für Kambodscha“ über Hilfssendungen den Verbrauchsmittelbedarf der Klinik zu unterstützen. Bisher wurden zwei Container mit medizinischen Großgeräten an das Sihanouk Hospital in Phnom Penh versandt. Dabei wurde Wert auf tropentaugliche Geräte, insbesondere Narkosegeräte gelegt. Erschreckend war für Herrn Dr. Probst die Feststellung, dass bei schwerkranken Patienten eine intensivmedizinische Betreuung nicht möglich ist. Hier ist zum Teil das Engagement der Krankenhausmitarbeiter und der Angehörigen zu bewundern. So hat er selbst miterlebt wie eine Patientin nach einer schweren Infektion über mehrere Tage von den Angehörigen mit einem Beatmungsbeutel am Leben gehalten wurde, gleichzeitig liebevoll betreut von den Schwestern. Gott sei Dank hat diese Patienten das schwere Leid gut überstanden. Eines der Zielsetzung des „Freundeskreis für Kambodscha“ in den nächsten Jahren ist der schrittweise Aufbau einer kleinen Intensiveinheit am Sihanouk Hospital. Dies ist nur möglich mit einer intensiven Schulung des Pflegepersonals und der Ärzte. Hier wird der Freundeskreis unterstützt von Herrn Brocke, Leiter des OP-Zentrums der Ammerland-Klinik, der bereits einmal Kambodscha besuchte und das Pflegepersonal an den neuen Beatmungsgeräten eingewiesen hat. Aber das Engagement der Mitarbeiter der Ammerland-Klinik Westerstede geht über die rein medizinische Hilfeleistung hinaus. Nach seinem ersten Aufenthalt am Sihanouk Hospital in Phnom Penh erhielt Herr Dr. Probst nach einigen Wochen die entsetzliche Nachricht, dass einer der dort tätigen Pfleger, der ihn so freundlich bei seiner täglichen Arbeit unterstützt hatte bei einem Verkehrsunfall mit seinem alten Moped tödlich verunglückt war. Er hinterließ eine Frau und fünf kleine Kinder deren weitere Zukunft vollkommen im Dunkeln lag. Eine dauernde Unterstützung durch das Pflegepersonals des Sihanouk Hospital war bei dem niedrigen Einkommen nicht möglich, obwohl diese sich sehr bemühten mit Lebensmittelspenden die Familie über Wasser zu halten. Durch viele kleine Spenden der Mitarbeiter der Ammerland-Klinik konnte ein regelmäßiges Einkommen der Familie gewährleistet werden. Der Witwe wurde dadurch ermöglicht eine Ausbildung zur Seidenschneiderin zu absolvieren und alle Kinder konnten weiterhin ihre Schule besuchen. Inzwischen hat die Witwe mit unserer Hilfe eine kleine Schneiderei in ihrem Haus in einem Vorort Phnom Penhs eröffnet und kann in bescheidenem Maße bereits zum Unterhalt der Familie mit beitragen. Auf Anregung von Herrn Dr. Probst bildet sie inzwischen eine jungen Frau kostenlos zur Schneiderin aus. Auch diese junge Frau litt bisher unter mehreren schweren Schicksalsschlägen. Ihr Vater ist verstorben und die Mutter so schwer herzkrank, dass sie kaum den Unterhalt der Familie gewährleisten kann. Sie wird hauptsächlich durch die große Verwandtschaft unterstützt. So waren alle recht froh, dass Phalla, so heißt diese junge Frau, einen kostenlosen Ausbildungsplatz bekommen konnte und für ihren Lebensunterhalt gesorgt ist. Erwähnenswert sei jedoch auch, dass neben allen schwerwiegenden Problemen dieses Landes, es über eine ungeheuer reichhaltige kulturelle Vergangenheit verfügt. Überall im Lande verteilt finden sich Tempelanlagen von unbeschreiblicher architektonischer Schönheit mit reichhaltigen, beeindruckenden Steinmetzarbeiten. Am berühmtesten sind die Tempelanlagen von Angkor mit den tausendfachen, bezaubernden Darstellungen der Tempeltänzerinnen. Sollte sich jemand für dieses Projekt interessieren oder weiterführende Fragen haben, steht Ihnen Herr Dr. Probst jederzeit für Nachfragen zur Verfügung. Er erlaubt sich nachfolgend auf das Spendenkonto des“ Freundeskreises für Kambodscha“ hinzuweisen. Freundeskreis für Kambodscha Spenden-Konto des Kirchenkreises Aurich: Konto-Nr. 90506, BLZ: 283 500 00 Sparkasse Aurich/Norden Stichwort „Phnom Penh Projekt“